ANNE WILL: Ist Mossul verloren?

Live aus Berlin. Das Thema bei Anne Will:

Dramatische Zuspitzung – Ist Mossul verloren?

Guten Abend, meine Damen und Herren, herzlich willkommen! Ich freue mich, dass Sie bei uns sind. Willkommen hier in Berlin, zu Hause…

Die Bilder, die wir täglich in unseren Nachrichtensendungen sehen, sind unerträglich. In der nordirakischen Großstadt Mossul bahnt sich eine humanitäre Katastrophe an. Das militärische Vorgehen irakischer und US-amerikanischer Verbände gegen die IS-Hochburg fordert einen furchtbaren Preis. Immer öfter hören wir von Kriegsverbrechen an Zivilisten.

Eine Dreiviertelmillion – eine Dreiviertelmillion Menschen, so sagt man, sind in der Stadt eingeschlossen, sind abgeschnitten von der Außenwelt, stehen unter schwerstem Beschuss. Und Tausende, so glaubt man, werden sterben, wenn nicht bald etwas geschieht.

Will der Rest der Welt weiter nur zuschauen? Sind uns die Menschen, sind uns die Kinder von Mossul weniger wert als die von Aleppo?

Dazu sind heute Abend bei uns:

Der Nahost-Experte, Bestseller-Autor und renommierte Kritiker der westlichen Irak- und Syrien-Politik, Michael Lüders.

Matthew Saltmarsh vom UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR

Der Kabarettist Max Uthoff

Der russische Fernsehjournalist Murad Gazdiev, er war Augenzeuge des Kampfs um Aleppo und berichtet jetzt aus Mossul

Aus Bagdad ist uns zugeschaltet Patrick Cockburn, der langjährige Nah- und Mittelost-Korrespondent des britischen „Independent“ und einer der weltweit besten Kenner der Region.

Wir warten noch auf Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag. Er hat sich verspätet, ist aber, wie ich eben höre, inzwischen eingetroffen und wird in Kürze unsere Runde komplettieren.

5 Kommentare zu „ANNE WILL: Ist Mossul verloren?

  1. Guter Vorschlag. Aber Mossul ist so weit weg (vom Saarland aus gesehen allemal). Wenn ein einfaches Feindbild fehlt und die Komplexität der Wirklichkeit die politische Abendunterhaltung zu stören droht, dann kann so eine Sendung nur Utopie bleiben (außer sie läuft in der Anstalt). Robert Fisk wäre übrigens auch eine gute Möglichkeit. Oder Karin Leukefeld.

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    1. Natürlich, so eine Sendung ist zurzeit reine Utopie. – Ich wollte mit meinem kleinen Beitrag daran erinnern, dass am 9. Oktober 2016 eine hoch emotionale Anne Will eine Diskussionsrunde unter dem Titel „Ist Aleppo verloren?“ leitete (siehe dazu auch meinen Text „Aleppo“ vom 15. Dezember 2016 auf dieser Seite). Sollte der ARD-Gesprächsleiterin noch an einer gewissen journalistischen Glaubwürdigkeit und Selbstachtung gelegen sein, wäre jetzt eine entsprechende Sendung zum Thema Mossul absolut zwingend. Dass es dazu mit ziemlicher Sicherheit nicht kommen wird, halte ich für zutiefst verwerflich und für eine moralische Bankrotterklärung.

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  2. Hat dies auf Durchgeknallt rebloggt und kommentierte:
    Mossul ist so weit weg (vom Saarland aus gesehen allemal). Wenn ein einfaches Feindbild fehlt und die Komplexität der Wirklichkeit die politische Abendunterhaltung zu stören droht, dann kann so eine Sendung nur Utopie bleiben (außer sie läuft in der Anstalt).

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