Santa Claus

Michael Meyen zerpflückt Claus Kleber

In einer köstlichen Rezension hat sich der Münchner Professor für Kommunikationswissenschaft Michael Meyen mit Claus Klebers Büchlein „Rettet die Wahrheit“ (Ullstein 2017) befasst:

Claus Kleber ist nicht Ulrich Wickert und schon gar nicht Hanns Joachim Friedrichs. Okay: Die beiden Alten waren weg vom Bildschirm, als sie ihre Idee vom guten Journalismus aufgeschrieben haben. Vielleicht liegt aber gerade da das Problem. Claus Kleber ist weiter auf Sendung. Und er hat nichts verstanden.

Eigentlich verdient dieses Büchlein, das der Autor „Streitschrift“ nennt (S. 10, 93), keine Rezension in einem wissenschaftlichen Blog. Keine hundert Seiten, kaum Belege (genau zehn, wobei eine Fußnote noch doppelt erscheint und eine zweite sagt, dass das ZDF 4,36 Euro vom Haushaltsbeitrag bekommt). „Rettet die Wahrheit“ bringt aber auf den Punkt, was heute in vielen Gesprächen mit Journalistinnen und Journalisten durchscheint: Unverständnis. Was wollt ihr eigentlich, ihr Medienkritiker? Wir Redakteure, wie rackern uns ab, für euch da draußen, Tag für Tag. Glaubt ihr im Ernst, dass die Kanzlerin uns anruft oder irgendein Minister? Dass wir nicht senden oder schreiben dürfen, was wir wollen? –>Weiterlesen

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