Da fällt dir nix mehr ein

Seit Wochen kommentiert der frühere britische Botschafter Craig Murray mit Geduld und Sachkunde den „Fall Skripal“. Nun ist auch er mit seinem Latein am Ende. Auf seinem Blog hat er gestern folgenden satirischen Text veröffentlicht:

„Comrade Putin, we have successfully stockpiled novichoks in secret for ten years, and kept them hidden from the OPCW inspectors. We have also trained our agents in secret novichok assassination techniques. The programme has cost hundreds of millions of dollars, but now we are ready. Naturally, the first time we use it we will expose our secret and suffer massive international blowback. So who should be our first target? The head of a foreign intelligence agency? A leading jihadist rebel in Syria? A key nuclear scientist? Even a Head of State?“

„No, Tovarich. There is this old retired guy I know living in Salisbury. We released him from jail years ago…“

„With respect Comrade Putin, are you sure he is the most important target to reveal a programme we have put so much resource into for ten years?“

„Yes. I sit here every day and I cannot concentrate on the affairs of Russia or the World as all the time am thinking of Sergei Skripal. I should never have let him out of jail to spend his life buying lottery tickets and eating in Zizzis. But you must make absolutely certain to kill him.“

„Don’t worry Comrade Putin, we have been training in secret novichok assassination techniques for ten years. We even have an detailed manual explaining our methods. We will spread the novichok on his outside door handle (fiendish laugh).“

„Are you sure comrade? Is there not a danger it will wash off or get diluted?“

„No Comrade Putin, it never rains in England.“

That is, genuinely, in every detail the official British government version of what happened in Salisbury, including the ten year programme and the secret assassination manual.

Despite this story being one of the most improbably wild conspiracy theories in human history, it is those who express any doubt at all as to its veracity who are smeared as „conspiracy theorists“ or even „traitors“.

3 Kommentare zu „Da fällt dir nix mehr ein

  1. Und, weil der Fall Skripal so glaubwürdig war, hat man gleich noch einen angeblichen Giftgasangriff in Syrien hinterher geschoben und die Weißhelme als Quelle benannt. Ich empfinde es schon fast als persönliche Beleidigung, dass die sich nicht mehr Mühe geben, wenigstens eine halbwegs glaubwürdige Geschichte als Propaganda zu erfinden.

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  2. Tja, wie es aussieht müssen sie sich eben nicht mehr Mühe geben. Ganz offensichtlich funktioniert es auch so. Was will man gegen soviel Ignoranz, Borniertheit und schlichter Dummheit ausrichten?

    Man kann nur noch hoffen, dass Historiker später nicht einmal mehr sagen müssen, eigentlich hätte es keiner gewollt, aber grassierende politische und mediale Unfähigkeit hätten dann leider doch aus Versehen zum Krieg geführt.

    Wie heißt es noch:

    Harte Zeiten schaffen Große Menschen
    Große Menschen schaffen gute Zeiten
    Gute Zeiten schaffen Kleine Menschen
    Kleine Menschen schaffen harte Zeiten.

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  3. Ja, das beunruhigt am meisten: Ihnen ist ihre Glaubwürdigkeit bei der eigenen Bevölkerung anscheinend derartig schnuppe, dass die Absurdität der antirussischen Verschwörungstheorien den unangenehmen Geruch eines geraden Pfads zum Krieg befürchten lassen.

    Ich frage mich, um welche Uhrzeit diesmal „zurückgeschossen“ werden wird.
    In russische Uniformen wird man die Komparsen der False-Flag-Show wohl diesmal nicht stecken. Hirnloses Mediengeschrei, „Der Russe kommt!“ wird ihnen vollkommen ausreichen, um dem Wahnsinn Abermillionen Menschenleben zu opfern.

    Egal hinter welchen weltanschaulichen PR-Förmelchen deutsche Funktionseliten ihre politische Dummheit verstecken, es gelangt bei uns doch der immer gleiche Typus des deutschen Untertans und Strebers an die politischen Schaltstellen, um die eigene Bevölkerung auf dem Schlachtfeld der geopolitischen Eitelkeiten von Narzissten zu opfern, die sich anmaßen, „Weltherrschaft“ für sich zu reklamieren. Nur die Flaggen ändern sich. Diesmal sind es halt „Stars and Stripes“ statt Hakenkreuz oder Reichskriegsflagge. Der Endergebnis ist aber immer dasselbe, mit steigend desaströser Tendenz.

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