MULTIPOLAR

Warum wir – Stefan Korinth, Paul Schreyer, Ulrich Teusch – ein neues Online-Magazin gründen wollen

Gegenwärtig erleben wir den Übergang von einer unipolaren zu einer multipolaren Weltordnung. Seit dem gescheiterten Irakkrieg des Jahres 2003 verfällt die einstige globale US-Hegemonie. Dieser schmerzhafte Prozess des Niedergangs birgt eine Gefahr für den äußeren und inneren Frieden. Doch zugleich eröffnet er große Chancen für alternative Entwicklungen, für eine friedliche, freie und plurale Welt. Diesen spannenden und komplexen geopolitischen Vorgängen wollen wir im neuen Magazin MULTIPOLAR besondere Aufmerksamkeit schenken. Gleiches gilt innergesellschaftlich. Gegenüber der bedrückenden politischen und medialen Formierung der vergangenen Jahre setzen wir auf Spannungen, Widersprüche, unterschiedliche Perspektiven. MULTIPOLAR steht für multiperspektivischen Journalismus.

 

Was unterscheidet uns?

Unser Magazin soll im medialen Dauerfeuer der „Breaking News“ ganz bewusst einen anderen Weg gehen. Ohne Hektik möchten wir unseren Lesern gründliche Analysen und pointierte Kommentare zu Politik und Gesellschaft anbieten – Texte, die im besten Fall über den Tag hinaus wirken. Statt kopfloser Hyperaktivität sollen Besinnung und Nachdenken gefördert werden. Wir arbeiten seit vielen Jahren als freie Journalisten und kennen die Möglichkeiten und Grenzen der Branche im heutigen System. Die Welt ertrinkt in einer stetig steigenden Informationsflut, die niemand mehr verarbeiten kann, die selten Mehrwert bringt und oft Verwirrung stiftet. Wir möchten uns auf das Wesentliche konzentrieren und vorerst etwa einmal pro Woche einen Artikel veröffentlichen – mehr nicht. MULTIPOLAR wird den Journalismus dabei nicht neu erfinden. Kein „crossmediales Storytelling“, keine Social-Media-Verzettelung, wir möchten ganz schlicht solide Artikel schreiben – und diese im Kommentarbereich mit Ihnen gemeinsam diskutieren.

Unsere Schwerpunkte liegen bei Politik, Gesellschaft und Medienkritik. Herrschaft und demokratisch nicht legitimierte Macht existieren nicht nur im Ausland, sondern auch bei uns. Fundierte Herrschaftskritik ist dringend geboten, im modernen Journalismus allerdings Mangelware. „Offiziell erwünschte“ Kritik (an Putin, Trump, China etc.) reicht nicht aus.

Stefan Korinth hat im Ukraine-Konflikt seit 2014 die politische Lage mit ausgewogenen Analysen beleuchtet, wie man sie anderswo nur selten fand. Paul Schreyer und Ulrich Teusch haben neben ihrer journalistischen Arbeit auch als Buchautoren („Wir sind die Guten“, „Lückenpresse“) aktuelle Debatten mit vorangetrieben. Ergänzend zu den Herausgebern werden bei MULTIPOLAR immer wieder auch Gastautoren eigene Sichtweisen beisteuern, die im Mainstream außen vor bleiben.

Außerdem wollen wir auf unserem Portal regelmäßig Hinweise auf wichtige Veröffentlichungen anbieten, die uns aufgefallen sind. MULTIPOLAR soll auch eine Fundgrube für interessante Nachrichten sein.

 

Wie wollen wir arbeiten?

Erstens: unabhängig. MULTIPOLAR wird ausschließlich leserfinanziert sein. Die festen Abonnements der Leser sind unsere einzige Einnahmequelle und ermöglichen dauerhafte Unabhängigkeit.

Zweitens: offen. MULTIPOLAR wird frei zugänglich sein, ohne Bezahlschranke. Jeder kann die Artikel lesen.

Drittens: im Dialog. Wir möchten einen Raum für kontroverse Debatten anbieten. Zunehmend schließen große Zeitungen und Portale ihre bestehenden Leserforen oder eröffnen erst gar keine. Die öffentliche und die veröffentlichte Meinung driften auseinander. Bei MULTIPOLAR werden wir einen Kommentarbereich anbieten, in dem sachlich miteinander gestritten werden kann, unter Beteiligung der Autoren. Mitlesen darf dort jeder, schreiben nur zahlende Abonnenten – das aber ohne Zensur und Filter-Algorithmen.

 

Warum ein neues Magazin?

Wir wollen ein eigenes journalistisches Portal gründen, um langfristig unabhängig schreiben zu können, ohne Zensur und ohne Chefredakteur. Die Analysen und Kommentare, die wir verfassen, sind oft zeitaufwändig, zugleich stagnieren die Honorare in der Branche auf niedrigem Niveau. Der Aufwand für notwendige gründliche Recherchen bleibt für den Autor meist unbezahlt. Eine Weile lässt sich das mit Idealismus überbrücken, auf Dauer jedoch lassen sich für 100 bis 200 Euro pro Artikel keine investigativen Wunder vollbringen.

Unsere Lösung ist die direkte Leserfinanzierung. So können wir, bei ausreichendem Interesse, auf einem für alle wünschenswerten journalistischen Niveau weiter schreiben, und dabei inhaltlich unabhängig bleiben – frei von der politischen Linie eines Herausgebers, eines Eigentümers oder Werbekunden. Darum wollen wir uns selbstständig machen – und bitten um Ihre Unterstützung!

 

Unser Ziel: 5.000 Euro und 300 Abonnenten

Um MULTIPOLAR starten zu können, brauchen wir zunächst 5.000 Euro für Programmierung und Layout der Webseite. Damit wir unabhängig arbeiten können, sind wir außerdem auf die Unterstützung von mindestens 300 Abonnenten angewiesen, die bereit sind, dauerhaft 5 Euro pro Monat zu bezahlen – ein kleiner Beitrag für etwas mehr Vielfalt und vielleicht auch Qualität im Journalismus, damit unsere Stimmen – die von uns Autoren aber auch die von Ihnen, den kommentierenden Lesern – weiterhin eine Öffentlichkeit finden und wir gemeinsam die große gesellschaftliche Debatte, die heute nötiger ist denn je, mit vorantreiben können.

Ihr Engagement macht einen Unterschied: Finden wir nicht genügend Unterstützer, werden viele Artikel zukünftig nicht geschrieben und wichtige Debatten nicht geführt werden – da uns, so wie vielen anderen Kollegen, dann die nötigen Ressourcen fehlen. Wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Helfen Sie mit und lassen Sie uns gemeinsam beginnen.

 

Was Sie tun können:

Wenn Sie den Start von MULTIPOLAR ermöglichen möchten, dann unterstützen Sie bitte unser Crowdfunding. https://www.startnext.com/multipolar Wir benötigen aber, wie gesagt, nicht nur eine Summe zum Start, sondern auch feste Daueraufträge für die kontinuierliche Arbeit. Wer MULTIPOLAR dauerhaft lesen und dort selbst kommentieren möchte (Abonnement), der sendet bitte eine formlose E-Mail an multipolar@posteo.de und signalisiert uns damit seine Bereitschaft. Erklären sich mehr als 300 Unterstützer zu einem Abonnement bereit, benachrichtigen wir alle Interessierten über den Start des Projektes. Dann wird es verbindlich und wir richten einen Zahlungskanal für die Abozahlungen ein. Sobald von allen Abonnenten ein Dauerauftrag über 5 Euro im Monat eingerichtet wurde, geben wir die Programmierung der Webseite in Auftrag (die Angebote sind eingeholt) und beginnen mit unserer Arbeit. Wir freuen uns darauf! Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Stefan Korinth, Paul Schreyer, Ulrich Teusch

9 Kommentare zu „MULTIPOLAR

  1. Worin wird sich „MULTIPOLAR“ unterscheiden z.B.
    von den NACHDENKSEITEN oder RUBIKON ….?
    Lesezeit ist Lebenszeit und die ist bekanntlich begrenzt !

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    1. Wir sehen uns keinesfalls als Konkurrenz zu anderen alternativen Magazinen, sondern als spezifische Ergänzung. Der wesentiche Unterschied ist wohl, dass wir uns zwar auf einige wenige, aus unserer Sicht aber sehr wichtige Themenfelder konzentrieren. Wir bringen keine tagesaktuellen Artikel, sondern ausschließlich gut recherchierte „Über den Tag hinaus“-Texte, in denen sich auch unser Journalismusverständnis (multiperspektivisch, diskursiv) widerspiegelt. Unser Akzent liegt nicht auf Meinung, sondern auf Analyse. Wir wollen ein wenig mehr Ruhe ins journalistische Spiel bringen. Zentral ist für uns auch das Leserforum, an dem wir als Autoren uns aktiv beteiligen werden. Neben dem einen großen Beitrag pro Woche wird es zusätzlich einen Serviceteil geben, also Hinweise auf andere Publikationen oder kritische Anmerkungen zu diesen, des weiteren voraussichtlich auch Videoproduktionen.

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  2. Ich lese gerne RotFuchs. Manchmal auch Rubikon, Nachdenkseiten, KenFM, JungeWelt obwohl diese manchmal nicht politisch meine Richtung sind. Wir wird Multipolar ausgerichtet sein? Gegen den Kapitalismus oder dafür? Für Produktionsmittel in der Hand des Volks?

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    1. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie meine beiden Mitstreiter diese Fragen beantworten würden. Was mich betrifft: Ich bin libertärer Sozialist und versuche, ein Höchstmaß an politischer, ökonomischer, sozialer Gleichheit und Gerechtigkeit mit einem Höchstmaß an individueller Freiheiit zu vereinbaren. Von Kapitalismus-Apologeten ernte ich für diese Position im besten Fall ein mitleidiges Lächeln.

      Gefällt 1 Person

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