Wenn Druck Beziehungen zerstört

Von Kristina Kubulin

Ich staune und bin gleichzeitig erschüttert. Mitmenschen äußern sich über das Impfen – und ich empfinde es so, als zeigten sie eine Seite, die ich bislang nicht an ihnen vermutet hätte.

Ich verstehe, dass sich viele so sehr Normalität zurückwünschen, dass sie gerne glauben möchten: alle geimpft, alles wieder normal. Mancher übersieht jedoch, dass das nicht so einfach ist. In deren Augen bin ich als Corona-Impfskeptikerin ein Störenfried. Ich sei eine Impfschmarotzerin, musste ich mir vorwerfen lassen, und Leute wie ich wären das eigentliche Problem, wir würden alles nur in die Länge ziehen und den anderen ihre gute Idee kaputtmachen.

Was meine genauen Bedenken bei der Impfung gegen Corona sind, haben mich diese Menschen nie gefragt. Nun, ich frage mich, wie sie so sicher sein können, dass es keine Risiken und Nachteile geben kann. Ich habe aus Interesse sehr viel über Adenovirusimpfstoffe gelesen. Dazu gehört auch Astra Zeneca. Da ist es laut dem Biologen Clemens Arvay und Christian Münz, Professor für virale Immunbiologie an der Uni Zürich, keinesfalls ausgeschlossen, dass unsere DNA verändert wird, Onkogene könnten gepushed werden, antikarzinogene Gene gehemmt werden – was bedeutet: Krebs infolge der Impfung kann kein Mensch ausschließen.

Gegen das HI-Virus ist auch an einem auf diese Weise funktionierenden Impfstoff geforscht worden. Da gab es dann unterwünschte Gegeneffekte: in einem bestimmten Zeitraum war das Risiko von Geimpften sogar erhöht, sich mit dem HI-Virus anzustecken. Das hat man allerdings erst nach vier Jahren Beobachtung herausgefunden. So viel ist für mich klar: Langzeitbeobachtungen sind nicht überflüssig, und ich möchte mich diesem Risiko des Nichtwissens jetzt nicht aussetzen.

Ich konnte bisher nicht herausfinden, ob die Menschen, die mich angreifen, das nicht wissen oder nicht wissen wollen, oder ob es ihnen egal ist. Jedes Mal, wenn ich ein Argument bringen wollte, hat mein Gegenüber das Gespräch abgebrochen. Die Betroffenen waren überhaupt nicht bereit, mir zuzuhören. Ich weiß nicht, ob sie Angst haben, dass sie sich selbst plötzlich nicht mehr so sicher in ihrem Urteil sein würden. Das würde dann ja auch ihre Happy-End-Impf-Vorstellung in Frage stellen.

Ein Bekannter, mit dem ich sonst immer gute Gespräche führen konnte – und wir waren selten einer Meinung – geht so weit, dass er sich sehnlichst den grünen Pass wünscht. Nicht nur, weil er dann wieder auf Konzerte oder ins Kino gehen kann, sondern damit wir Impfskeptiker merken, dass wir dann draußen bleiben müssen. Diese Aussage hat mich erschüttert und zutiefst verunsichert.

Käme das so, wie er und andere es sich vorstellen – das wäre ja dann Apartheid. Ich kann mir doch das Beste aus meiner Sicht für mich wünschen, aber muss ich anderen das Schlechte wünschen, weil sie nicht so wollen, wie ich will? Diese Aussage hat mein Bild von meinem Bekannten komplett verändert. Da steckt für mich ganz viel Unmenschlichkeit und Gewaltbereitschaft und Menschenunterdrückung drin. Ich bin so erschrocken, ich habe mich innerlich von ihm distanziert.

Ich versuche mich damit zu beruhigen, dass die Aussage einfach reichlich undurchdacht ist. Denn wer über einen grünen Pass redet, der muss doch bedenken, dass Impfung nicht gleich Impfung ist. Es hängt doch vom Impfstoff ab. Von den meisten bisher zugelassenen Impfstoffen wissen wir noch nicht einmal, ob die Geimpften andere anstecken können oder nicht. Warum sollte ein Geimpfter, der andere anstecken kann, denn auf ein Konzert gehen dürfen und Nichtgeimpfte nicht? Wie sieht es mit den Menschen aus, für die eine Impfung gar nicht möglich ist? Allergiker und Kinder etwa. Die Eltern gehen dann mit grünem Pass Pizza essen – und die Kinder müssen zu Hause bleiben. Dass es so nicht gehen kann, sollte man doch mitbedenken.

So – und mit welchem Impfstoff bekommt man denn den grünen Pass? Und was ist, wenn mich Frankreich oder Spanien mit einer bestimmten Impfung nicht ins Land lassen, obwohl ich zu Hause alles damit machen darf? Lassen wir die Franzosen und Spanier dann auch nicht rein? Das sind doch alles komplett offene Fragen, deren Antworten abzuwarten wären, bevor man einen grünen Pass herbeiwünscht.

Für mich ist klar: das ist Teil der Impfkampagne. Impfskeptiker sollen mit solchen undurchdachten Äußerungen unter Druck gesetzt werden. Bleibt mir übrig zu sagen: mit Druck funktioniert bei mir gar nichts. Ich lasse mich nicht unter Druck setzen. Ich habe meine funktionierende Welt, weit von dem von außen kommenden Druck entfernt.  Von dieser aus beobachte ich das Geschehen und warte – ja, und vielleicht wird ja ein Impfstoff aus den über 100 Kandidaten früher als gedacht zugelassen, der wie herkömmliche Impfstoffe wirkt und der nicht so viele unklare Fragen aufwirft. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

3 Kommentare zu „Wenn Druck Beziehungen zerstört

  1. Da gibt es offenbar einen sehr guten Ansatz, nur ist der nicht staatlich erwünscht. Ich finde das unglaublich. Offenbar gibt es eine Vereinbarung mit den großen Pharmafirmen, dass deren Gewinnerwartungen auf keinen Fall geschmälert werden dürfen.

    https://www.spiegel.de/panorama/der-professor-und-sein-corona-impfstoff-strafanzeige-statt-unterstuetzung-spiegel-tv-a-53b1657a-7500-421e-b673-911a3eadea01
    „Winfried Stöcker hat im einfachen Verfahren einen Antigen-Impfstoff gegen Covid-19 entwickelt. Doch statt Lob und Unterstützung gab es eine Strafanzeige.“

    Obwohl ich nicht von der Notwendigkeit einer Impfung überzeugt bin angesichts der tatsächlichen Erkrankungsrate, würde ich mich mit einem solchen Impfstoff impfen lassen.

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  2. Impfen? Gegen was eigentlich? Wer in der Vergangenheit bei jeder Influenzawelle (Letalität lt. WHO auf genau dem gleichen Niveau) nicht genau solch ein Faß aufgemacht hat, ist ein Heuchler bzw. überläßt das Denken offensichtlich dem Fernseher. Das ist an Erbärmlichkeit schwer zu überbieten.

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  3. Auch wenn man die Notwendigkeit, die gesamte Bevölkerung zu impfen, bezweifelt, gibt es doch nun mal sehr viele Menschen, die sich das wünschen und für die gefährdeten Gruppen könnte es ja sinnvoll sein, handelte es sich um einen ausreichend lange getesteten sicheren Impfstoff. Insofern finde ich es ungeheuerlich, dass ein offenbar solch sicherer und für die Bevölkerung preisgünstiger Impfstoff nicht nur nicht zugelassen, sondern dessen Entwickler auch noch strafrechtlich verfolgt wird. Es gibt eben nicht nur Schwarz-Weiß, sondern viele Graustufen. Und dann gibt es ja auch noch diese Meldung:

    https://jacobin.de/artikel/corona-impfstoff-patentfrei-finnland-moderna-pfizer-astrazeneca-impfstrategie-pharmakonzerne-kalle-saksela-seppo-yla-herttuala-kari-alitalo-biontech/

    D.h., für die Weltbevölkerung preiswerte Impfstoffe werden verhindert, damit die Pharmafirmen und ihre Zuträger gigantische Gewinne einstreichen können. Was bei den Masken klappt, dürfte bei Impfstoffen und den Schnelltests ganz ähnlich laufen.

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