Die Belasteten

Götz Aly über die NS-„Euthanasie“

In der NS-Zeit galten psychisch Kranke und Behinderte als „nutzlose Esser“, als „Ballastexistenzen“, als „lebensunwertes Leben“. Mit ihnen kannte das Regime keine Gnade. Seit Anfang 1934 wurden 400 000 Menschen zwangssterilisiert. Gegen Ende der 1930er Jahre setzten dann die systematischen Kranken- und Behindertenmorde ein. Betrachtet man nicht allein das deutsche Kernreich, sondern auch die im Krieg besetzten Gebiete, dann fielen diesen Morden insgesamt bis zu 300 000 Menschen zum Opfer, darunter weit über Zehntausend Kinder.

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