So geht guter Journalismus

In meinem Buch „Lückenpresse“ kritisiere ich schlechten Journalismus. Was ich unter gutem Journalismus verstehe, sage ich eher indirekt. Lediglich im letzten Kapitel entwickele ich einige Maximen.

Der Einwand liegt auf der Hand: „Alles gut und schön, aber kannst Du uns mal ein Beispiel nennen? Wie sieht guter Journalismus konkret aus, also in der Praxis?“ Bitte, hier sind gleich zwei Beispiele. Sie stammen aus ein und demselben Medium, dem „Independent“. „So geht guter Journalismus“ weiterlesen

Nach dem Terror – vor dem Terror

Die mediale Bearbeitung der gestrigen Terroranschläge in Brüssel lief ab, wie man sie erwarten musste. Während der Terror längst Grenzen überschreitet, hielten sich die Sondersendungen von ARD und ZDF in einem eng gesteckten Rahmen.

Im Vordergrund standen Entsetzen, Schock, Trauer. Dann die Fragen: Wie wurden die Attacken ausgeführt? Wer sind die Täter? Gab und gibt es „Sicherheitslücken“? Und: Stehen uns weitere Anschläge bevor? Wie groß ist die aktuelle Gefahr? Was könnte man dagegen tun? Nicht fehlen durften selbstverständlich pathetische Worte von Merkel, Gauck, de Maizière: tiefe Betroffenheit, der Verweis auf die europäischen Werte, die Entschlossenheit im Kampf gegen den Terror. Und so weiter.

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David Cameron – zutiefst verstörend

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einem britischen Untersuchungsbericht zufolge „wahrscheinlich“ (!) die Ermordung des früheren russischen Agenten Alexander Litwinenko in London gebilligt. Die Tat gehe auf das Konto des russischen Geheimdienstes FSB. Dies sagte Richter Robert Owen bei der Vorstellung des Untersuchungsberichts am 21. Januar 2016. Litwinenko war im November 2006 an einer Vergiftung mit dem hochradioaktiven Polonium 210 gestorben. „David Cameron – zutiefst verstörend“ weiterlesen