AUTOR

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Ulrich Teusch, Prof. Dr. (Politikwissenschaft), lebt als freier Publizist in Edermünde bei Kassel.

Er ist Hörfunkautor und schreibt Sachbücher. Für sein SWR-Feature „Nicht schwindelfrei – Über Lügen in der Politik“ erhielt er 2013 den Roman-Herzog-Medienpreis.

MOTTO:

Lieber den Spatz auf dem Dach als die Taube in der Hand.

LIEBLINGSZITAT:

Die Lektion für Spinner aller Art ist folgende: Deine Theorien haben größere Chancen auf Erfolg, wenn die Gruppe der Reichen und Mächtigen direkt davon profitiert. Und keine Gruppe ist reicher und mächtiger als die Reichen und Mächtigen. (Jonathan Chait)

 

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Lückenpresse. Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten  Frankfurt: Westend Verlag 2016

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Ist die Kritik an die etablierten Medien berechtigt oder Paranoia à la „Lügenpresse“?

Die etablierten Medien stecken in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise. Teile des Publikums proben den Aufstand, öffentliche und veröffentlichte Meinung driften auseinander. Nicht nur hierzulande, auch in vielen anderen Ländern geraten die angeblichen Leitmedien unter Beschuss. Stein des Anstoßes sind die Inhalte – Stichwort „Lügenpresse“. Doch sind Lügen wirklich das Problem? Ulrich Teusch stellt zwei andere, weit gravierendere Faktoren ins Zentrum seiner Analyse: die Unterdrückung wesentlicher Informationen und das Messen mit zweierlei Maß. Beide Defizite sind in unserem Mediensystem strukturell verankert. Wenn sich daran nichts ändert, wird sich das Siechtum der Mainstreammedien fortsetzen. Und der Journalismus, wie wir ihn kannten, wird bald der Vergangenheit angehören.

 


Jenny Marx. Die rote Baronesse. Zürich: Rotpunktverlag 2011

buch_01_01Wo immer sie auftritt, ist sie von Verehrern umschwärmt. Die junge  Jenny von Westphalen gilt als »das schönste Mädchen von Trier«, als Ballkönigin, charmant, witzig, intelligent. In ihrem Elternhaus wurde ihr eine umfassende Bildung zuteil. Ihre Wahl fiel schließlich auf einen Bürgersohn jüdischer Herkunft: Karl Marx. Dass er ihr fürs Erste kein standesgemäßes Leben würde bieten können, ist Jenny klar. Was sie dann erlebt, übertrifft wohl selbst ihre schlimmsten Befürchtungen: lebenslanges Exil, materielle Not, Krankheiten, politische Enttäuschungen. Mehrere ihrer Kinder und Enkelkinder sterben früh, was weder Jenny noch Karl je verwinden können.

Doch unterkriegen lässt sich Jenny Marx nicht. Immer wieder gelingt es ihr, sich von den Schlägen zu erholen. In der sozialistischen Bewegung ihrer Zeit spielt sie eine aktive Rolle. Und ohne Jenny hätte Karl Marx niemals der sein können, der er war, lautet das Urteil ihrer jüngsten Tochter Eleanor.

Über ihr Leben hat sich Jenny Marx (1814–1881) immer wieder in Briefen an vertraute Menschen ausgesprochen. Diese Texte zählen zum Schönsten, was die Briefliteratur des 19. Jahrhunderts zu bieten hat.

Aus ihnen formt sich das Bild einer der außergewöhnlichsten Frauengestalten ihrer Zeit.

 

 

Die Katastrophengesellschaft. Warum wir aus Schaden nicht klug werden. Zürich: Rotpunktverlag 2008

Die Weltbuch_02_02 ist so sicher wie nie – und so katastrophenträchtig wie nie. Das ist kein Widerspruch, sondern ein Dilemma. Unsere sicherheitsfixierte Gesellschaft hat sich in eine Sackgasse manövriert. Die Desaster der industriellen Großtechnik reißen nicht ab. Schwere Naturkatastrophen treffen uns immer häufiger, und immer öfter hat der Mensch seine Finger im Spiel. Die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde sind erreicht. Die Katastrophengesellschaft ist störanfällig, fragil, verwundbar. Und sie ist – im Wortsinn – einsturzgefährdet; die Terroranschläge des 11. September 2001 waren ein Menetekel.

Zugleich haben wir es mit einer Gesellschaft der Extreme zu tun. Statt auf existenzielle Gefahren angemessen zu reagieren, laviert sie zwischen Hysterie und Beschwichtigung. Entweder tut sie zu viel oder zu wenig, oft auch gar nichts. Vor allem aber tut sie das Falsche. Denn sie versucht ihre Probleme mit denselben Mitteln zu lösen, die sie verursacht haben.

Sie glaubt allen Ernstes, mit Hilfe moderner Technik Sicherheit erlangen zu können.Ulrich Teusch beschreibt in diesem erhellenden und immer wieder verblüffenden Essay den Umgang, den wir uns mit »der Katastrophe« angeeignet haben: Sie ist das Schreckliche, das wir nicht missen möchten. Und die Politik versucht, aus der Ambivalenz Kapital zu schlagen.

 

 

Was ist Globalisierung? Ein Überblick. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft (Paperback) / Primus Verlag (Hardcover) 2004

Ulrich Tbuch_03_01eusch stellt die unterschiedlichen Sichtweisen von Globalisierung auf den Prüfstand und entwickelt ein differenziertes und komplexes Globalisierungsverständnis. Sein Augenmerk gilt dabei auch den Akteuren des Globalisierungsprozesses, dem Zusammenhang zwischen Globalisierung, Krieg und Terror und der Frage nach Alternativen bzw. politischen Handlungsspielräumen.

 

 

 

 

 

Die Staatengesellschaft im Globalisierungsprozess. Wege zu einer antizipatorischen Politik. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2003

Die Untersbuch_04_01uchung leistet einen theoretisch reflektierten und empirisch fundierten Beitrag zur aktuellen Debatte über das Phänomen Globalisierung. Im Zentrum der Erörterung steht die Rolle der internationalen Staatengesellschaft angesichts zunehmend globalisierter politischer Problemfelder. Der Autor veranschaulicht seine Perspektive in vier großen Fallstudien zu den Themen: (1) Ökologie, (2) Nation und Nationalismus, (3) Demokratie und Frieden sowie (4) humanitäre Intervention.

 

 

 

Freiheit und Sachzwang. Untersuchungen zum Verhältnis von Technik, Gesellschaft und Politik. Baden-Baden: Nomos-Verlag 1993

Auf umfangreicher Literaturbasis und in interdisziplinärem Zugriff bietet die Monographie eine in dieser Breite in Deutschland bislang fehlende Aufarbeitung, Systematisierung und Kritik der internationalen Debatte über das Phänomen Technik. Zugleich enthält sie ein engagiertes Plädoyer für einen grundsätzlichen Perspektivenwechsel in der Technikforschung.

In kritischer Auseinandersetzung mit einer die Steuerungs-, Kontroll- und Gestaltungspotentiale akzentuierenden Hauptströmung zeitgenössischer Forschung und im Anschluss an wegweisende, hierzulande jedoch fast unbeachtet gebliebene Beiträge aus dem französischen und amerikanischen Kontext (Jacques Ellul, Langdon Winner u.a.) entwickelt der Autor eine »technozentrische Perspektive« als alternative und überlegene Deutungslinie. Auf ihrer Grundlage unternimmt er erste Schritte zu einer analytischen Durchdringung der technisch bedingten, sachzwanghaften Transformationsprozesse von Politik, Staat und Demokratie.

Die Untersuchung richtet sich nicht nur an einschlägig interessierte Spezialisten, sondern versteht sich – formal wie inhaltlich – als Anstoß zum fachübergreifenden Dialog.

 

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Lückenpresse. Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten. ABOD Verlag

Im Februar 2017 ist das Hörbuch zum Buch erschienen.
Sprecher: Andreas Denk

 

 

 

 

 

Nicht schwindelfrei. Über Lügen in der Politik. SWR edition 2014

Hörbuch_01Unsere Politiker haben einen schlechten Ruf, und die Politikerschelte ist an der Tagesordnung. Man kann ihnen nicht trauen, heißt es. Sie sagen uns nicht die Wahrheit, sie lügen uns an. Heutzutage mehr denn je. Davon sind nicht nur die „Wutbürger“ überzeugt. Viele Wissenschaftler und Publizisten sehen es ähnlich. Auch Politiker selbst bezichtigen sich oft genug wechselseitig der Lüge. Doch merkwürdig: Nur relativ selten werden Politiker bei handfesten Lügen ertappt. Wie kann das sein? Was sind eigentlich politische Lügen? Wo fangen sie an – wo hören sie auf? Und warum lügen Politiker? Ist die politische Lüge in jedem Fall verwerflich? Oder kann sie auch legitim, sogar notwendig sein? Und die Bürger: Wollen sie die Wahrheit denn wirklich hören? Honorieren sie es bei Wahlen, wenn ein Politiker ihnen „reinen Wein“ einschenkt? Wie kann man sich als Bürger vor politischen Täuschungen schützen? Fragen, denen Ulrich Teusch in seinem Feature nachgeht, an zahlreichen historischen und aktuellen Beispielen sowie im Gespräch mit Beobachtern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst