FROHE OSTERN…

…und frohe Ostermärsche!

Alle Gedanken, die Großes im Gefolge haben, sind immer einfach. Mein ganzes Denken geht dahin: Wenn sich die verderbten und schlechten Menschen zusammentun und zu einer Macht werden, so müssen die ehrlichen Menschen das Gleiche tun. So einfach ist das.

Leo Tolstoi, Krieg und Frieden „FROHE OSTERN…“ weiterlesen

Bad Vlad ist nicht zu fassen

Schon wieder hat er den Westen reingelegt

Udo Lielischkies, Leiter der SOKO Moskau, hat den Fall Skripal aufgeklärt. In der letzten „Maischberger“-Runde enthüllte er das alles entscheidende Motiv für den Mordversuch. Die Tat von Salisbury war aus seiner Sicht so etwas wie der Höhepunkt des russischen Präsidentschaftswahlkampfs und das ultimative Mittel, die für den Kreml-Herrn so eminent wichtige Wahlbeteiligung nach oben zu schrauben. „Bad Vlad ist nicht zu fassen“ weiterlesen

Quod erat demonstrandum

Wer den heute von mir verlinkten „Rubikon“-Beitrag von Stefan Korinth gelesen hat und immer noch nicht ganz von der fragwürdigen Berufsauffassung der Moskauer ARD-Korrespondenten Lielischkies und Atai überzeugt ist,  dem stehen nun schwere Stunden bevor. Denn: Auf den „Rubikon“-Beitrag antwortete Lielischkies via Twitter Folgendes: „Quod erat demonstrandum“ weiterlesen

Propaganda statt Journalismus

Twitter bringt’s an den Tag

Von Stefan Korinth

In einer Diskussion beim Kurznachrichten-Medium Twitter zwischen Rubikon-Autor Paul Schreyer, Maidanforscher Ivan Katchanovski und mehreren ARD-Journalisten offenbaren die öffentlich-rechtlichen Korrespondenten eine äußerst fragwürdige Berufseinstellung.
„Propaganda statt Journalismus“ weiterlesen

Rumble in the Jungle (samt Updates)

Die Politclowns Ihrer Majestät

Seit Tagen möchte ich etwas zum „Fall Skripal“ schreiben. Doch es will mir nicht gelingen. Ich bin einfach sprachlos.

Was folgt, ist der Versuch, meine Sprachlosigkeit in Worte zu kleiden. „Rumble in the Jungle (samt Updates)“ weiterlesen

Putin zeigt die Instrumente

Keine guten Nachrichten für Schlafwandler

Die Rede Wladimir Putins am 1. März 2018 vor der Föderalen Versammlung seines Landes verdient weit mehr Aufmerksamkeit, als ihr in den westlichen Medien bislang zuteil geworden ist. Vor allem verdient sie erheblich größere analytische Anstrengungen, als besagte Medien offenbar zu leisten imstande (oder zu leisten gewillt) sind. Man muss sich – wie so oft – anderswo umschauen, um zu begreifen, was die Ankündigungen des russischen Präsidenten bedeuten. „Putin zeigt die Instrumente“ weiterlesen

Ausscheidungen mit einem Stich ins Grünliche

Wie man Hate Speech und Verschwörungen aller Art auf die Spur kommt

Gegen den wissenschaftlichen Fortschritt ist bekanntlich kein Kraut gewachsen. Man begegnet ihm auf Schritt und Tritt. Nicht nur in den Metropolen, auch in der Provinz zieht er mittlerweile unaufhaltsam seine Bahn. Nun arbeiten Forscher in Hildesheim und Antwerpen an einer umfassenden und automatisierten Zensurinfrastruktur.
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Noch in der 3sat-Mediathek…

Christof Franzens „Mein anderes Russland“

Mit Superlativen soll man vorsichtig sein, aber in diesem Fall sind sie angebracht. Am 26. und 28. Februar 2018 zeigte 3sat zur besten Sendezeit die Filmreihe Mein anderes Russland. Sternstunden des Fernsehjournalismus! Zu verdanken haben wir sie Christof Franzen. Der langjährige Russland-Korrespondent des Schweizer Fernsehens SRF, der bald seinen Platz in Moskau räumen und in die Schweiz zurückkehren wird, liefert in dem Vierteiler seine sehr private, in jeder Hinsicht sehens- und hörenswerte „Abschiedsvorstellung“. „Noch in der 3sat-Mediathek…“ weiterlesen

Verschwörungstheorie…

…der ersten Stunde

Preisfrage: Wer war’s? Wer hat die folgenden Zeilen zu Papier gebracht?

„Wenn ich daher alle die Staaten, welche heutzutage in Blüte stehen, durchnehme und betrachte, so sehe ich, so wahr mir Gott helfe, in ihnen nichts Anderes, als eine Art Verschwörung der Reichen, die unter dem Deckmantel und Vorwande des Staatsinteresses lediglich für ihren eigenen Vorteil sorgen, und sie denken alle möglichen Arten und Weisen und Kniffe aus, wie sie das, was sie mit üblen Künsten zusammengerafft haben, erstens ohne Furcht es zu verlieren, behalten, sodann wie sie die Arbeit aller Armen um so wenig Entgelt als möglich sich verschaffen mögen, um sie auszunutzen.“ „Verschwörungstheorie…“ weiterlesen

100 Jahre Oktoberrevolution

Zu Stephen Smiths Buch Revolution in Russland

Zum hundertsten Jahrestag der russischen Oktoberrevolution sind zahlreiche Bücher unterschiedlicher Qualität erschienen. In mehrfacher Hinsicht herausragend ist die umfangreiche und akribische Studie des Oxforder Historikers Stephen A. Smith. Das fast zeitgleich in Großbritannien und Deutschland publizierte Buch gehört zum Besten, was je zu diesem Thema geschrieben wurde.
„100 Jahre Oktoberrevolution“ weiterlesen

Toyota-Journalismus

0,3 Prozent – oder waren es doch 0,4?

Genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Es ist einfach schon zu lange her, mehr als 30 Jahre. Damals, in den 1980er Jahren, zeigte das ZDF, das inzwischen zur Abspielstätte für Krimis und Herzkino degeneriert ist, mit einer gewissen Regelmäßigkeit noch richtig gute Fernsehspiele. Mit „gut“ meine ich: politisch-aufklärerisch. „Toyota-Journalismus“ weiterlesen

Popel-Rotz

Von der Leyen, Grüffelo und Mainstream-Sound

Der nationalkonservative Schriftsteller Rudolf Binding hat im Laufe seines Lebens viel haarsträubenden Unsinn geschrieben. Aber er hatte auch lichte Momente. Tief geprägt von seinen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg, sagte er einmal: „Wenn ein König Krieg führen will, soll eine Mutter hingehen und es ihm verbieten.“ „Popel-Rotz“ weiterlesen

Das schlimme Ende

Machiavelli über Merkel

Niccolò Machiavelli lebte vor 500 Jahren in Florenz. Er war ein mutiger Mann, der kein Blatt vor den Mund nahm. Er hat, wie man heute sagen würde, Tacheles geredet. Hätte es damals schon Massenmedien oder gar den Begriff „Verschwörungstheoretiker“ gegeben – Machiavelli wäre nicht ungeschoren davongekommen. Nicht nur wäre er nie in eine Polit-Talkshow eingeladen worden, er hätte auch viele bösartige Artikel über sich lesen müssen. Und Schlagzeilen wie Der Florentiner mit dem Aluhut wären an der Tagesordnung gewesen. „Das schlimme Ende“ weiterlesen

Medienkritik damals

Kierkegaard – Kraus – Kautsky

Vor einiger Zeit zitierte und kommentierte ich an dieser Stelle unter dem Titel Lügenpresse 1863 Auszüge einer Rede Ferdinand Lassalles. Darin ging der Gründervater der deutschen Sozialdemokratie mit der Presse seiner Zeit hart ins Gericht. Das hat vielen Leserinnen und Lesern gefallen. Weil es so schön war, will ich heute weitere Beispiele „historischer Medienkritik“ zum Besten geben. „Medienkritik damals“ weiterlesen