Tolstoi-Zitate (VI)

Aus Eines ist not. Über die Staatsmacht (1905)

Inzwischen ist die auf Gewalt gegründete Lebensführung den Menschen so zur Gewohnheit geworden, daß sie sich kein gemeinsames Leben ohne Regierungsmacht vorstellen können; und sie haben sich sogar derart daran gewöhnt, daß sie selbst das Ideal eines vernünftigen, freien, brüderlichen Lebens durch die Regierungsmacht, d.h. durch Gewalt, zu verwirklichen suchen.

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Tolstoi-Zitate (V)

Aus Eines ist not. Über die Staatsmacht (1905)

So werden die Menschen aller ihrer natürlichen Rechte beraubt, und der größte Teil ihrer Arbeit wird ihnen genommen, um einem schlechten Werke zu dienen; sie werden unmerklich derart in die überall aufgestellten Fangnetze verstrickt, daß sie ebenso Sklaven der Regierung werden, wie andre Sklaven von Sklavenbesitzern sind, nur mit dem Unterschiede, daß die Sklaven von Sklavenbesitzern Sklaven guter und moralischer Herren sein können, die Regierungssklaven aber oft genug Sklaven der verderbtesten, grausamsten und verlogensten Leute sind.

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