Jahre, die ihr nicht mehr kennt…

Unter diesem Titel stand das WDR 3-Literaturmagazin „Gutenbergs Welt“ am 19. März 2017. Eines der Themen war der „Kalte Krieg“, der sich kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entfaltete und 1991 mit dem Untergang der Sowjetunion sein Ende fand. Mit Moderator Walter van Rossum sprach ich über diese Epoche sowie über das Buch des Historikers Bernd Stöver „Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters 1947-1991“ (Verlag C.H. Beck). Hier der Beitrag zum Nachhören – er beginnt mit einem Zitat des US-Präsidenten Harry S. Truman aus dem Jahr 1947.

 

Die Affäre Schiwago

Der Kalte Krieg war immer auch ein Propaganda-Krieg, ein Krieg um die Köpfe der Menschen in Ost und West. Auch die Literatur spielte in dieser Auseinandersetzung eine wichtige Rolle. Doktor Schiwago, der große Roman des russischen Autors Boris Pasternak, ist sicherlich das bekannteste Beispiel. Peter Finn und Petra Couvée haben jetzt eine umfassende Darstellung der „Affäre Schiwago“ vorgelegt. „Die Affäre Schiwago“ weiterlesen

Herbert Marcuse in geheimen Diensten

Kalter Krieg – aber intelligent

„Es gab und gibt in diesem Lande ziemlich strenge Restriktionen gegen Refugees, die noch kein Bürgerrecht in diesem Land erworben haben. Sie dürfen nicht direkt politisch tätig sein. Das war damals, bevor wir amerikanische Bürger wurden, unsere Situation, also politische Wirklichkeit war von Anfang an nur denkbar als theoretisch-intellektuelle Wirkungsmöglichkeit.“

(Herbert Marcuse)

Das war einer der Gründe, warum Herbert Marcuse, nachdem er sich vor den Nazis in die Vereinigten Staaten gerettet hatte, zunächst im exilierten Frankfurter Institut für Sozialforschung tätig war. Doch er bemühte sich erfolgreich um die amerikanische „Herbert Marcuse in geheimen Diensten“ weiterlesen