Verachtete Völker (II)

R.L. Stevenson über Indianer

Im vorangegangenen Beitrag hatte ich Robert Louis Stevensons Buch Emigrant aus Leidenschaft vorgestellt und eine längere Passage aus dem Kapitel „Verachtete Völker“ zitiert, die vermutlich Anfang der 1880er Jahre verfasst wurde und den Hass weißer Europäer und Amerikaner auf chinesische Menschen beschreibt und kritisiert. In der folgenden Passage spricht Stevenson über das Schicksal der Indianer. „Verachtete Völker (II)“ weiterlesen

Verachtete Völker (I)

R.L. Stevenson über Chinesen

Im Sommer 1876 hatte Robert Louis Stevenson in Frankreich die verheiratete Amerikanerin Fanny Osbourne kennenglernt. Die beiden verliebten sich. Als Fanny zwei Jahre später in die USA zurückkehrte, folgte ihr Stevenson im August 1879 mit dem Ziel, ihre Scheidung zu erwirken und sie zu seiner Frau zu machen. „Verachtete Völker (I)“ weiterlesen

#JusticeForHarambe?

Was der Tod eines Gorillas über den Zustand der Welt verrät

Die Geschichte ist schnell erzählt. Im Cincinnati Zoo von Cleveland, US-Bundesstaat Ohio, gerät ein vierjähriger Junge in das Gorilla-Gehege. Der Gorilla Harambe nähert sich ihm. Die Situation nimmt immer bedrohlichere Züge an. Die Verantwortlichen entschließen sich, den Gorilla durch einen gezielten Schuss zu töten. Das Kind wird gerettet.

Der Tod des Gorillas ist zweifellos traurig. Gorillas sind beeindruckende, faszinierende, Furcht und Ehrfurcht gebietende Tiere.

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Weiße Barbarei

Im Jahr 2004 erschien im Züricher Rotpunktverlag das Buch „Weiße Barbarei: Vom Kolonialrassismus zur Rassenpolitik der Nazis“ der Kolumbianerin Rosa Amelia Plumelle-Uribe – ein erschütterndes Werk, heute so aktuell wie damals. Ich hatte es im September 2004 für die „Süddeutsche Zeitung“ rezensiert.

„Nazideutschland hat lediglich in kleinem Maßstab in Europa praktiziert, was die Westeuropäer Jahrhunderte lang gegenüber den Rassen praktiziert haben, die so mutig oder so unvorsichtig waren, ihnen über den Weg zu laufen.“ „Weiße Barbarei“ weiterlesen

„Wasserkrise“ in Flint

Es war einmal eine amerikanische Großstadt…

Wer in seine Suchmaschine die Wörter „Flint“, „Wasser“, „Michigan“ eingibt, stößt auf einige Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, die mehrheitlich im Januar 2016 erschienen sind. In ihnen wird über das mit Blei verseuchte Trinkwasser in der gut 100.000 Einwohner zählenden Stadt Flint in Michigan/USA berichtet. Flint liegt nicht weit von Detroit, der einstigen Auto-Metropole. Auch Flint war einmal eine Autostadt, geprägt von General Motors. Doch das ist vorbei. GM hat die Stadt verlassen, geblieben sind gravierende Umweltbelastungen, verbunden mit finanziellen und sozialen Problemen. 65 Prozent der Einwohner sind Afroamerikaner oder Latinos, 42 Prozent leben in Armut.

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