Medienkritiker unter sich

Die „etablierten Medien“ stecken in der Krise. Als wäre der Kampf vieler Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten um Werbekunden, um Quoten, Auflagen und Online-Klicks, nicht schon strapaziös genug, machen nun auch noch martialische Vorwürfe die Runde. Da ist pauschal von „Lügenpresse“ und „Systemmedien“ die Rede. „Medienkritiker unter sich“ weiterlesen

Wenn der Iwan kommt…

Hannes Hofbauers Buch über das „Feindbild Russland“

Als kleiner Steppke spielte ich gerne Mäuschen, wenn ein paar ältere Männer aus unserem kleinen Eifeldorf die Köpfe zusammensteckten, um die großen politischen Fragen der Zeit zu verhandeln. Das war in den 1960er Jahren, im Kalten Krieg. Die weltpolitischen Zeichen standen zwar schon ein wenig auf Entspannung, aber das hatten besagte Männer, allesamt Weltkriegsteilnehmer, noch nicht mitbekommen. Und so politisierten sie munter drauf los. „Politisierende Eckensteher“ nannte der Dichter Adolf Glaßbrenner solche Leute.

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Guter und schlechter Journalismus

Beginnen wir mit einem Zitat. Es stammt von Johannes Grotzky, langjähriger ARD-Hörfunkkorrespondent und bis 2014 Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks. In einem Interview zur aktuellen Mediendebatte (Mitte 2015) fragte ich ihn, ob unser Journalismus, verglichen etwa mit den 1960er oder 70er Jahren, schlechter geworden sei. Seine Antwort:

„Ich glaube nicht, dass der Journalismus per se schlechter ist, es gibt auch nach wie vor extrem guten Journalismus, er wird nur von vermeintlichem Journalismus in der Masse anderer überlagert, so ist mein Eindruck…“

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