Spartacus ante portas!

Die „Wachhunde“ proben den Aufstand

Hunderte US-amerikanische Mainstream-Zeitungen haben sich gestern in Editorials – meist auf der Titelseite – gegen Donald Trumps Angriffe auf die „freie Presse“ verwahrt. Die Initiative ging vom Boston Globe aus. Aber nicht alle machten mit. Die Los Angeles Times etwa wollte mit dieser Art von „Gruppendenken“ nichts zu tun haben. Auch einzelne Journalisten distanzierten sich. Sie warfen ihren Kollegen Heuchelei und Selbstbetrug vor. „Spartacus ante portas!“ weiterlesen

Ein Stich ins Wespennest

US-Medien machen auf blöd

Er hat es schon wieder getan! Doch diesmal hat er nicht bloß Altbekanntes wiederholt. Vielmehr hat er der Sache einen neuen, unerwarteten Dreh gegeben. Man könnte auch sagen: Er hat noch eine Schippe draufgelegt. Was er erntete, war ein Sturm scheinheiliger Entrüstung. Die Rede ist – natürlich – von Donald Trump. „Ein Stich ins Wespennest“ weiterlesen

Aus! Aus! Das Spiel ist aus!

Und auch die Schuldfrage ist geklärt

Mannomann, war das ein Wochenende! Die herrschende Klasse krümmt sich vor Schmerz. Wadenkrämpfe, wohin man schaut. Ausgepowert. Am Ende. Jeder kann es sehen und spüren: Wir leben in vorrevolutionären Zeiten. Den Videobeweis können wir uns sparen. „Aus! Aus! Das Spiel ist aus!“ weiterlesen

Mangelnder Spielwitz

BILD-Stürmer Julian Röpcke braucht dringend eine Auszeit

Erst vor wenigen Tagen habe ich an dieser Stelle den geschätzten „Welt“-Redakteur Richard Herzinger ermahnt, in seinem heroischen und ohne jeden Zweifel berechtigten Kampf gegen das despotische Putin-Regime kühlen Kopf zu bewahren, also taktische Fehler zu vermeiden und nicht übers Ziel hinauszuschießen. „Mangelnder Spielwitz“ weiterlesen

Ina gibt sich einen Ruck

Deutschlands Mainstream-Journalisten lassen sich in zwei Gruppen (A und B) einteilen: Gruppe A hasst Putin, Gruppe B hasst Putin wirklich. Für den normalen Medienkonsumenten sind die beiden Gruppen natürlich nicht unterscheidbar. Nur intime Kenner der Szene sind in der Lage, die Nuancen wahrzunehmen. „Ina gibt sich einen Ruck“ weiterlesen

Vorsicht, Realität! (mit Update)

Wer die Wahrheit auch nur andeutet, wird unter Feuer genommen

So schnell kann’s gehen. Da stellt jemand ein paar naheliegende Fragen, meldet milden Zweifel an, zeigt verhaltene Skepsis, formuliert obendrein den Satz „irgendwie scheint da was dran zu sein“ – und schon wird aus einem „Uli“ ein „Hans-Ulrich“, aus einem weithin respektierten und geschätzten ZDF-Korrespondenten ein „Verschwörungstheoretiker“. Ja, Uli Gack, Leiter des ZDF-Studios Kairo, macht dieser Tage Erfahrungen der besonderen Art. „Vorsicht, Realität! (mit Update)“ weiterlesen

Nicht in unserem Namen!

Ein fulminantes Interview mit Antje Vollmer

Im Dezember 2014 – vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts – hatte die Grünen-Politikerin und langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Antje Vollmer, einen Aufruf mitinitiiert, den mehr als 60 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien unterzeichneten: „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“ „Nicht in unserem Namen!“ weiterlesen

Quod erat demonstrandum

Wer den heute von mir verlinkten „Rubikon“-Beitrag von Stefan Korinth gelesen hat und immer noch nicht ganz von der fragwürdigen Berufsauffassung der Moskauer ARD-Korrespondenten Lielischkies und Atai überzeugt ist,  dem stehen nun schwere Stunden bevor. Denn: Auf den „Rubikon“-Beitrag antwortete Lielischkies via Twitter Folgendes: „Quod erat demonstrandum“ weiterlesen

Propaganda statt Journalismus

Twitter bringt’s an den Tag

Von Stefan Korinth

In einer Diskussion beim Kurznachrichten-Medium Twitter zwischen Rubikon-Autor Paul Schreyer, Maidanforscher Ivan Katchanovski und mehreren ARD-Journalisten offenbaren die öffentlich-rechtlichen Korrespondenten eine äußerst fragwürdige Berufseinstellung.
„Propaganda statt Journalismus“ weiterlesen

Noch in der 3sat-Mediathek…

Christof Franzens „Mein anderes Russland“

Mit Superlativen soll man vorsichtig sein, aber in diesem Fall sind sie angebracht. Am 26. und 28. Februar 2018 zeigte 3sat zur besten Sendezeit die Filmreihe Mein anderes Russland. Sternstunden des Fernsehjournalismus! Zu verdanken haben wir sie Christof Franzen. Der langjährige Russland-Korrespondent des Schweizer Fernsehens SRF, der bald seinen Platz in Moskau räumen und in die Schweiz zurückkehren wird, liefert in dem Vierteiler seine sehr private, in jeder Hinsicht sehens- und hörenswerte „Abschiedsvorstellung“. „Noch in der 3sat-Mediathek…“ weiterlesen

Medienkritik damals

Kierkegaard – Kraus – Kautsky

Vor einiger Zeit zitierte und kommentierte ich an dieser Stelle unter dem Titel Lügenpresse 1863 Auszüge einer Rede Ferdinand Lassalles. Darin ging der Gründervater der deutschen Sozialdemokratie mit der Presse seiner Zeit hart ins Gericht. Das hat vielen Leserinnen und Lesern gefallen. Weil es so schön war, will ich heute weitere Beispiele „historischer Medienkritik“ zum Besten geben. „Medienkritik damals“ weiterlesen

Zweierlei Maßlosigkeit

Ken Jebsen, Tom Friedman und der Zwiebelbauch

Man muss sich die journalistische Zunft wie eine Zwiebel vorstellen. Ein dicker Bauch in der Mitte, Spitzen oben und unten. Im dicken Bauch tummelt sich die große journalistische Masse. Sie unterscheidet sich nur unwesentlich von anderen Massen. Da gibt es Gerechte und Ungerechte, Gute und Schlechte, Talentierte und Stümper. „Zweierlei Maßlosigkeit“ weiterlesen

Sorge um Robert Parry

Gestern meldete sich der große US-amerikanische Journalist Robert Parry in eigener Sache. Auf seinem Informationsportal Consortiumnews teilte er mit, dass er an Weihnachten einen Schlaganfall erlitten hat. Seither ist seine Sehfähigkeit eingeschränkt. Lesen und Schreiben sind für ihn beschwerlich. Alles wird länger dauern. Und aus Rücksicht auf seine Gesundheit wird Parry, für den bislang jeder Tag ein Arbeitstag war, in Zukunft kürzer treten müssen. „Sorge um Robert Parry“ weiterlesen