Hans Kohn: Bürger vieler Welten

Der Sozialwissenschaftler und Historiker Hans Kohn (1891-1971) gehört zu den wichtigsten Nationalismus-Forschern des 20. Jahrhunderts. Geboren und aufgewachsen in der deutsch-jüdischen Gemeinschaft in Prag, geriet er während des Ersten Weltkriegs mehrere Jahre in russische Gefangenschaft, gelangte über Sibirien und Japan zurück nach Europa, übersiedelte 1925 nach Palästina, revidierte diese Entscheidung vier Jahre später und wanderte schließlich über Zwischenstationen in Europa nach Amerika aus, wo er an renommierten Universitäten lehrte. Kohn war ein „Bürger vieler Welten“ – so auch der Titel seiner 1964/65 publizierten Autobiografie. Daraus nun ein Auszug, in dem der Autor die Situation in Prag zwischen der 48er-Revolution und dem Ersten Weltkrieg skizziert.

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